Wracks
MS Seattle

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges flüchtete der deutsche Kapitän Lehmann mit der MS Seattle von Curacau nach Norwegen. Er navigierte ohne Seekarte, nur mit der Hilfe von Sonne und Sternen. Aufgrund eines Unwetters am 8. April 1945 ließ der Kapitän das Schiff im Lee der Insel Oksøy liegen, um auf besseres Wetter am nächsten Morgen zu warten, in der Hoffnung dann weiter nach Kristiansand fahren zu können
Zu spät sah er ein, dass er so ins Kreuzfeuer zwischen Deutschen und Norwegern geriet. Obwohl schon von einer Granate getroffen ließ sich das Schiff noch weiter Richtung Küste, in den Schutz der Schären vor Korsvik, steuern. Dort vor Anker liegend sank das Schiff innerhalb von vier Tagen. Niemand der Mannschaft kam zu Schaden.
Die Stelle an der die MS Seattle liegt war unbekannt, bis sie am 14. Dezember 1988 von Tauchern wiederentdeckt wurde. Seitdem ist das Schiff zu einem aufregenden und beliebten Tauchziel geworden.
Doch es gab schon einige Todesfälle beim Tauchen an der MS Seattle, so dass ihre Beliebtheit bei den norwegischen Behörden abgenommen hat. Die MS Seattle ist kein Wrack für Tauchanfänger!
Das gut erhaltene 140m lange Wrack liegt in einer Tiefe von 23 - 72 m. Man benötigt ein Boot, um an die Stelle zu gelangen, an der das Wrack liegt. Wir organisieren Tagestouren zur MS Seattle.
Ein Video gibt es hier.
Wasserflugzeug Dornier DO-24

Vor dem Flughafen Kjevik, nordöstlich von Kristiansand, kann man zum Wrack eines deutschen Wasserflugzeugs (Dornier 24) tauchen. Dieses Wasserflugzeug ist gesunken, nachdem es im Zweiten Weltkrieg, am 22. April 1945, vor Anker liegend von einem britischen Mosquito Flugzeug getroffen wurde.
Das Flugzeug ist in vier Teile zerbrochen; der vordere Teil und der rechte Flügel sind relativ unbeschädigt, das Heck und der linke Flügel jedoch sind zerstört. Im Cockpit sind noch immer die Steuerinstrumente zu sehen.
Das Wrack liegt direkt vor dem Strand, etwa 50 m vom Land entfernt, in einer Tiefe von ungefähr 30 m. Es ist mit einer Boje markiert. Wenn man an der Boje abtaucht, kommt man in einer Tiefe von ca. 25 m zum linken Flügel. Das Cockpit liegt in einer Tiefe von etwa 30 m. Weiter gehts zu Teil drei, mit einem der Motoren, und vier; die einzelnen Teile sind mit dünnen Seilen untereinander verbunden markiert. Wenn man gut hinschaut und nicht allzu viel aufwirbelt, kann man keines der Teile verfehlen.
Das Wrack ist gut von Land aus zu erreichen. In der Tauchbasis kann man eine Anfahrtbeschreibung bekommen. Es gibt gute Parkmöglichkeiten.
Ein Video ist hier zu sehen.
Mosel V-1605
Das Deutsche Wach-Boot "V-1605" wurde 1937 in Wesermünde
für den Reeder Hans Kunkel als Trawler gebaut und auf den Namen
"Mosel" getauft. Schon im September 1939 wurde es von der Deutschen
Kriegsmarine für den Dienst im 19. Minensuchgeschwader requiriert
und in Kiel stationiert.
Am 15. Oktober 1944 bekam die Mosel den Auftrag den
Nachschubtanker "Norwegen 15" ("Inger Johanne") auf seiner Fahrt
von Kristiansand nach Arendal zu begleiten.
Zur gleichen Zeit starteten in Schottland (Banff Strike Wing) 27
Flugzeuge des Typs Beaufighter des 144. Squadrons und 17
Moskito-Kampfflugzeuge des 404. Squadrons der Alliierten
Streitkräfte. Am Nachmittag sichtete der Jagd-Verband die "Norwegen
15" im Verband mit der Mosel und begannen mit dem Angriff aus der
Luft. Die "Mosel" wurde durch Treffer von 20mm Granaten im Kessel-
und Rumpfbereich schwer beschädigt.
Das Wrack wurde im Sommer 2001 auf einer Tiefe zwischen 35m und 50m in relativ gutem Zustand wieder entdeckt. Es liegt mit einer leichten Schlagseite nach Backbord mit seinem Kiel aufrecht auf Grund.
Das Wrack liegt völlig ungeschützt recht weit drauβen und ist nur für sehr erfahrene Taucher geeignet. Es kann wegen seiner Lage nur bei gutem Wetter und wenig Wellengang angefahren werden.
MS Tom B.

Der englische Frachter ist etwa 80m lang. Er sank am 11.9.1958. Das Wrack liegt weit drauβen am Fjord vor Kristiansand vor einer Leuchtturminsel. Die Tauchbedingungen an der Stelle, an der MS Tom B am Grund liegt, sind sehr wetterabhängig. Man muss aufgrund der exponierten Lage meist mit Wellengang und Strömung rechnen. In 20 m Tiefe hat man einen guten Überblick über das Wrack.
zum Video hier klicken
MS Gudrun
Der 80m lange deutsche Frachter "Gudrun" wurde 1944
versenkt.
Für Tauchtouren am Wrack der "Gudrun" plant man einen Tagesausflug. Dabei fährt man zunächst ca. 2 Stunden mit dem Auto auf landschaftlich schöner Strecke zum Flekkefjord, in dem das Wrack liegt. Es ist ein ordentliches Stück Schnorcheln notwendig um die Boje zu erreichern (ca. 100 m), an der das Wrack liegt. Taucht man an der Boje ab, so kommt man in 20 Meter Tiefe zum Mast des Wracks. An tiefster Stelle liegt die MS Gudrun in 43 m Tiefe. Die "Gudrun" ist eines der schönsten Wracks Norwegens und unbedingt einen Ausflug wert.
Die Wracks am Tauchplatz "Byvrak" werden oft als zweiter Tauchplatz nach der "Seattle" besucht. Zwei Wracks, die Seite an Seite liegen. Das kleinere heisst "Bjarte", das andere "Kjelløy". Beide Wracks liegen auf ihrer rechten Seite am Grund. Der Bojenleine folgend erreicht man in ca. 8 m Tiefe das Steuerhaus der "Kjelløy".
Die Geschichte: die Schiffe lagen im KMV Hafen von Kristiansand und Tom Sjuve, Sjuve Shipping, sollte sie abwracken. Dies Hafenmeisterei schickte sie weiter zur Kongsgårdsbukta. Aber, wie man sich erzählt, hatte die Gesellschaft wirtschaftliche Probleme und jemand versenkte die Schiffe.
Zwei Videos (Video 1 und Video 2) kann man hier sehen.

